Das iPad Air und ich

Nachdem ich an dem neuen iPad Air nun schon ein paar Wochen viel
Freude hatte und genug Gelegenheiten, um es – für meine Bedürfnisse –
auf Herz und Nieren zu testen, hier nun ein ganz subjektiver Eindruck
vom aktuellen Tablet aus dem Hause Apple.

Die ganze Mitzahlenumsichschmeißerei werde ich mir ersparen, die
technischen Daten zum Gerät gibt es überall nachzulesen. Ausreichen
soll das, was Apple auf seiner Keynote zum iPad Air gesagt hat:
„Schneller, dünner, besser.“ Im Vergleich zu meinem bisherigen iPad
der ersten Generation kommt das mit dem „Doppelt so schnell, halb so
dick und tausendmal so schön“ sicherlich hin. Ein Grund mir ein neues
iPad zuzulegen war schlicht und einfach die Tatsache, dass die alte
Gurke immer häufiger schlapp gemacht hat. Sobald eine Website mal zu
komplex war oder ein eingebettetes YouTube.Video abgespielt werden
sollte, stürzte das alte iPad gerne mal ab. Aber auch allgemein war
von dem einstigen smoothen Look and Feel im Lauf der iOS- und
App-Updates nicht mehr viel übrig geblieben. Mal hakt es hier, mal
ruckelt es dort, mal braucht das Gerät zehn Sekunden, um überhaupt
eine Eingabe entgegenzunehmen.

Da macht sich der Sprung auf das iPad Air natürlich richtig bemerkbar.
Mit „doppelt so schnell“ kommt man da schon lange nicht mehr hin. Auf
dem neuen Gerät läuft alles absolut flüssig und es macht endlich
wieder richtig Spaß hier und da im Netz herumzustöbern. Liegt
sicherlich auch daran, dass die Übertragung über das heimische WLAN
gefühlt wesentlich schneller läuft. YouTube-Videos fangen schneller an
zu spielen, es wird seltener gepuffert und auch komplexe
Internetseiten bauen sich nicht mehr behäbig auf, sondern sind mit
einem „Fitzfitz!“ komplett auf dem Bildschirm.

Was zur Schnelligkeit noch hinzu kommt, ist das Retina-Display, das
auch auf dem großen Screen einen hervorragenden Eindruck macht. Im
Vergleich zum alten iPad ist das Schriftbild nun gestochen scharf, man
sieht keine Treppeneffekte mehr bei Buchstaben und erfreut sich nun
noch ein wenig mehr am HD-Filmangebot von Lovefilm, Watchever und
YouTube.

Für mich sicherlich eine der größten Umgewöhnungen ist die vom
Komplett-Case zum SmartCover. Bisher hatte ich mein altes iPad in
einem dicken Leder-Case geschützt, das aus dem technischen Gerät
vielmehr ein Buch mit festem Einband gemacht hat. Entsprechend war
auch das Gewicht natürlich eine Ecke höher. Nun gewöhne ich mich
langsam aber sicher daran, dass die Rückseite meines neuen iPads
„nackt“ ist. Nun muss ich mich immer wieder von dem Gedanken frei
machen, dass es beim Ablegen auf dem Tisch irgendwie zerkratzen
könnte. Auf der Rückseite wäre es ja nicht wirklich schlimm, aber
trotzdem eine Umgewöhnung zum bisherigen „Voll-Protektor“. Häufig
erwische ich mich auch dabei, dass ich das SmartCover, das ja nur wie
von Zauberhand von Magneten am iPad festhält, abnehme und mich einfach
so auf die Couch lümmel. Dann stört es mich doch ein wenig, dass die
Rückseite rutschiger ist als beim alten Leder-Case, aber das ist
Jammern auf sehr hohem Niveau. Alles in allem ist das SmaratCover eine
tolle Idee, da es zum einen den notwendigen Schutz bietet und zum
anderen die Möglichkeit bietet, dem Gerät noch in zwei Varianten als
Ständer zu dienen. In der Variante 1 wird einfach eine Seite in klein
wenig angehoben, so dass man auf einem Tisch sehr gut auf dem Display
tippen kann. In der Variante 2 steht das Gerät fast aufrecht und kann
so auf einem Tisch optimal als digitaler Bilderrahmen oder
Medienabspieler genutzt werden.

Zu guter Letzt ein Wort zum Thema „Spiele“. In der Vergangenheit habe
ich um diesen Bereich einen Bogen gemacht. Mein Lieblingsspiel ist
immer noch „Bejeweled Blitz“, eines der wenigen Spiele, die auf einem
kleinen Screen des iPhones mehr Spaß machen. Ansonsten gab es kaum
Spiele, die mich verleitet haben, auf dem iPad zu daddeln. Für mich
dient das Gerät hauptsächlich zum Lesen, Konsumieren und vielleicht
mal ein paar Statusupdates in die sozialen Medien pusten. Aber ich
muss zugeben: „Real Racing 3“ macht auf dem Ding schon viel Spaß, weil
es absolut ruckelfrei läuft. Also: aufwendige Spiele kann man auf dem
iPad Air momentan absolut machen – muss man aber nicht.

Für mich persönlich hat sich der Sprung von der ersten Generation zum
Air richtig gelohnt und ich bin mit dem Gerät vollauf zufrieden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s