Jahresfragebogen 2013

Schon in guten alten Bloggerzeiten habe ich zum Jahreswechsel häufig diesen Fragebogen beantwortet. Auch zu diesem Jahreswechsel lasse ich das vergangene Jahr noch ein wenig Revue passieren.

Zugenommen oder abgenommen? Eindeutig abgenommen. Gut 15 Kilo. Dank einer App. Anscheinend sind Bits und Bytes der beste Anreiz für mich, Gewicht zu reduzieren.

Haare länger oder kürzer? Abgesehen vom altersbedingten Haarausfall bleibt es immer ziemlich gleich bei 13 Millimetern an den Seiten und „so gut es geht“ oberhalb.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Weitsichtiger. Lange kann ich mich nicht mehr um eine Lesebrille drum rumdrücken.

Mehr ausgegeben oder weniger? In 2012 haben wir unseren Hausbau finanziert. Und somit können wir trotz zwei neuen (bzw. einem neuen und einem „neu gebrauchten“) Autos sagen: „weniger“.

Der hirnrissigste Plan? Windows 8 auf dem Rechner zu installieren und dabei eine Festplatte mit hunderttausenden Fotos zu zerschießen. Geh mir weg mit Win8!

Die gefährlichste Unternehmung? Gefahren gehe ich gerne aus dem Weg, irgendjemand muss sich schließlich um meine beiden Mädels kümmern. Sagen wir es mal so: eine „Gefahr“ ist es sicherlich nicht, seinen Arbeitsplatz nach gut 20 Jahren für etwas Neues aufzugeben. Aber es gibt ja immer das Risiko, dass es einem am neuen Platz nicht so gut gefällt wie im Kreis der jahrelang bekannten Kollegen. Aber das Risiko bin ich in 2013 eingegangen und habe es nicht bereut.

Die teuerste Anschaffung? Unser Citigo-go-Gadgettomobil.

Das leckerste Essen? Gutes Essen weiß ich ja immer zu schätzen. Herausgestochen ist im letzten Jahr sicherlich unser Besuch im XXL-Restaurant „Gasthof Hohenzollern“ in Gronau. Mal ganz angesehen davon, dass die Portion schon recht mächtig war, kam neben der Quantität auch die Qualität nicht zu kurz. Das Restaurant kann ich also durchaus empfehlen, aber: man sollte schon ordentlichen Hunger mitbringen.

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Das beeindruckendste Buch? Im vergangenen Jahr habe ich wohl noch weniger Bücher gelesen als sonst. „Er ist wieder da“ von Timur Vermes fand ich nur anfangs ganz lustig, es verlor dann aber schnell seinen Reiz. So ist das mit gehypeten Büchern eben manchmal. Empfehlen kann ich hingegen „Sturz der Titanen“ und die Fortsetzung „Winter der Welt“ von Ken Follet. Diese beiden Wälzer mit jeweils mehr als 1.000 Seiten konnten mich trotz ihrer beeindruckenden Größe nicht abschrecken. Eine schöne Mischung aus Familiengeschichte, Liebesgeschichte und hautnah miterlebter Geschichte zu Zeiten der beiden Weltkriege.

Der berührendste Film? Auch wenn ich im vergangenen Jahr nur wenig im Kino war, habe ich doch dank Lovefilm, Watchever und diversen aufgezeichneten Filmen aus dem Fernsehen so einiges gesehen. Und die beiden berührendsten Filme des letzten Jahres waren beide aus deutschen Landen! In „Freier Fall“ erleben wir wie ein Polizist sich seine Homosexualität nicht eingestehen will, überaus eindringlich gespielt von dem sehr begabten Hanno Kofler, von dem der geneigte Filmfreund sicherlich noch so einiges hören wird. Sehr unvermittelt hat mich damals „Über uns das All“ erwischt, in dem eine ebenso grandiose Sandra Hüller nicht damit klar kommt, dass ihr Freund sich ohne jegliche Ankündigung das Leben genommen hat. Wenn ich das „berührend“ noch ein wenig weiter fassen und in ein „packend“ ummünzen darf, dann sollte ich unbedingt noch „The Ides Of March“ nennen, der mich aufgrund eines rundum perfekten Drehbuchs und fantastischer Dialoge schlichtweg umgehauen hat.

Das beste Lied? Meine Playlist, in der ich eigentlich hin und wieder all die tollen Lieder sammeln wollte, über die ich im Lauf des Jahres so gestolpert bin, ist ziemlich leer geblieben. Was Musik angeht, so setzt sich der Trend bei mir zu Soundtracks oder Lounge-Musik ohne Gesang immer mehr durch. Aber auch wenn ich im großen und ganzen immer mehr ein Freund der ruhigen Töne werde, war für mich eines der besten Lieder „Sweet Nothing“ von Calvin Harris. Einfach laut machen, die Birne volldröhnen und abhotten. Manchmal eine tolle Sache im Badezimmer, um den Tag einzuläuten. 

Eine weitere Entdeckung des Jahres 2013 war Cat Power. Auch wenn ihr „The Greatest“ schon aus dem Jahr 2006 ist, so hat es mich doch im letzten Jahr an vielen Stelle begleitet. Bei Spaziergängen mit dem Hund oder bei stillen Momenten im Dänemark-Urlaub, als ich windgeschützt zwischen den Dünen gesessen und den Wellen zugesehen habe.

Aber wer vor allem viel ruhige Musik hört, braucht offensichtlich umso mehr einen Ausgleich. Im letzten Jahr habe ich „Krach“ für mich entdeckt. Die EPs von The Knife habe ich rauf und runter und immer wieder gehört und sogar Skillrex‘ „Scary Monsters And Nice Sprites“ rockt mich so richtig. Vielleicht entdecke ich da gerade für mich musikalisches Neuland. Ich behalte das mal im Auge (und Ohr).

Das schönste Konzert? All zu viele Konzerte gönnen wir uns in letzter Zeit nicht. Das von Bosse, das mir meine liebe Gattin zum Geburtstag geschenkt hat, ist schon ein Highlight gewesen (ich berichtete). Auf seinem aktuellen Album sind übrigens auch eine ganze Handvoll Lieder, die zu den Besten in 2013 getaugt hätten („Istanbul“, „Vier Leben“, „So oder so“).

Den Vogel komplett abgeschossen hat aber die liebe Pia, indem sie mich nach Bremen zu einem ganz beschaulichen Konzert in Wohnzimmer-Atmosphäre von Astrid North und Christina Lux entführt hat. Auch darüber habe ich hier berichtet. Da sieht man mal wieder, wofür ein Blog so alles gut ist.

Die meiste Zeit verbracht mit…? Frau und Hund. Und das ist auch genau richtig so.

Die schönste Zeit verbracht mit…? Frau und Hund. Und das ist auch genau richtig so. 😉

Vorherrschendes Gefühl 2013? Zeiten des Wandels. Wir beide haben neue Arbeitsplätze und fühlen uns dort sehr wohl.

2013 zum ersten Mal getan? Einen Neuwagen gekauft.

2013 nach langer Zeit wieder getan? Unter 80 Kilo gewogen. Das gab’s seit zwanzig Jahren nicht.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Die Diagnosestellung für die bevorstehende Operation, den bereits oben genannten Festplattencrash und diverse unbefriedigende Handwerker-Besuche.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Dass ich der Richtige für meinen jetzigen Arbeitsplatz wäre. Hat ja geklappt. 😉

2013 war mit einem Wort…? Oft stressig, aber alles in allem ein sehr gutes Jahr.

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Ein Gedanke zu „Jahresfragebogen 2013

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