GPS-Logging – mein Umstieg, Teil 1

Zum Start der Fahrrad-Saison wird auch das gute alte Blog mal wieder reaktiviert. In loser Folge wird es in den kommenden Tagen hier einige Beiträge mit „Bike-Content“ geben. Den Anfang macht heute mein erster Erfahrungsbericht zu meinem neuen Equipment.

 Als alter Statistiker und Zahlenfreund, der ich nun mal bin, konnte ich mich natürlich noch nie einfach so auf den Sattel schwingen und losfahren. Bei mir muss immer alles protokolliert werden. Bisher hatte ich dafür eine GPS-Uhr, die meine Fahrten aufgezeichnet hat. Diese Aufzeichnungen wurden dann am heimischen PC in das Freeware-Programm „Sporttracks“ übertragen. Hier hatte ich dann die Möglichkeit zu sehen welche Route ich gefahren bin und wie es mir dabei ging (z. B. Herzfrequenz, Geschwindigkeit). In den letzten vier, fünf Jahren hat mir das Programm treue Dienste geleistet, aber nachdem der Akku der GPS-Uhr so langsam ein wenig nachlässt (nach fünf Jahren sei ihr das auch gegönnt bzw. es verwundert mich nicht), habe ich mich mal nach einer Alternative umgesehen. Für Notfälle hatte ich bei meinen Radtouren eh immer das Handy dabei. Und wenn das iPhone zudem von Haus aus GPS-Daten protokollieren kann, warum keine Lösung mit dem Handy suchen?

Inzwischen ist mein neues Equipment angekommen: eine Lenkerhalterung für das iPhone, ein Brustgurt zur Pulsmessung und eine Powerbank. Powerbank = Akku-Pack, schließlich zieht ein sekündliches Aufzeichnen der GPS-Daten doch ziemlich viel Strom aus dem Akku. Und da ich beim Fahren ja auch die aktuellen Daten (Tacho, Karte) sehen will, muss das Display immer an sein – und das natürlich mit größtmöglicher Helligkeit. Der neue Akkupack mit 10.000mAh Kapazität entspricht in etwa der siebenfachen Ladung eines neuen iPhones 4s, reicht somit als auch für ausgedehnte Touren hin. Nachdem ich nun gut 3 Stunden gefahren bin, ist der Akku immer noch mehr als halbvoll. Das passt. Und falls wirklich mal Not am Mann ist, kann ich immer noch das Handydisplay ausschalten und somit massig Strom sparen. Mit dieser Kombination aus iPhone und Powerbank bin ich also auch für längere Strecken gut gerüstet.

Einen ähnlich positiven Eindruck habe ich vom Pulsbrustgurt H7 von Polar. Er lässt sich eine ganze Ecke angenehmer tragen als mein bisheriger Pulsgurt und ist gut sauber zu halten, da der Sender nur mit zwei Druckknöpfen befestigt ist. Nach der Tour kann ich also die „Technik“ abnehmen und den Gurt mit warmem Wasser säubern, ohne dass ich Angst haben muss, dass Elektronik kaputt geht. Aber das Wichtigste: er zeigt mir im Gegensatz zu seinem Vorgänger jederzeit valide Daten an. Während der alte Gurt gerne mal spontan gar keine oder Werte über 200bpm anzeigte (gerne wenn man unter Hochspannungsleitungen durchfährt), sind die Werte des neuen Gurts absolut glaubwürdig und allzeit präsent. Seine Daten überträgt der neue Gurt per Bluetooth an mein iPhone, wo sie dann in meiner App gespeichert werden. Die Verbindung der beiden Geräte funktioniert einfach und in Sekundenschnelle. Einfach Gurt um, Bluetooth anmachen und die App starten. Nach wenigen Sekunden werden schon die ersten Daten angezeigt. Ausfälle hatte ich während des Radfahrens nur einmal für wenige Sekunden. Das passt – da war ich bisher weit mehr Leid gewohnt.

Das einzige neue Zubehör, das nicht auf Anhieb so funktionierte wie erwünscht, war die Lenkradhalterung. Sie besteht aus zwei Teilen: zum einen die Halterung, die am Lenker befestigt wird, zum anderen das Etui, in das ich das iPhone packe und das dann auf die Halterung geschoben wird. Dummerweise wollte das Etui auf der Halterung nicht richtig einrasten. Ende vom Lied: ich habe noch gar nicht auf dem Rad gesessen, da baumelte das Handy schon am Lenker runter (zur Sicherheit hatte ich es zum Glück vorab noch anderweitig befestigt). Inzwischen habe ich da mit extrastarkem Plastikkleber nachgeholfen. Aus zwei mach eins: jetzt sitzt das Etui bombenfest auf der Halterung und hält auch holperigen Strecken stand.

Das Etui ist übrigens eigentlich für das iPhone 5 gedacht, somit also ein wenig länger als mein iPhone. Das war Absicht: da ich das iPhone ja mit der Powerbank verbunden habe, hängt da ja noch das Ladekabel dran, welches somit nicht aus dem Etui herausguckt, sondern in der wetterfesten Schutzhülle bleibt. Ich Fuchs ich.

Und demnächst gibt es dann einen Artikel über die genutzte Software für die Streckenaufzeichnung.

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