Mach es zu Deinem Projekt!

Momentan lerne ich hier einige neue Seiten an mir kennen, die ich so noch nicht kannte. Eine davon ist meine „Handwerker-Seite“, die sich bisher damit begnügt hat, sich aus Faulheit auf zwei linke Hände herauszureden. Aber wenn man nicht immer wegen jedem Pups gute Freunde bitten möchte zu helfen, kann man auch ruhig noch mit 42 anfangen, das Handwerkern für sich zu entdecken.

Angefangen hat es mit einem Projekt, das ich mir wohl auch schon vor Jahren zugetraut hätte: einer Gardinenaufhängung per Stahlseil. Vor kurzem erst war hier der dritte Jahrestag meines Einzuges in mein Haus, das was Bohrlöcher angeht immer noch recht gut weggekommen ist. Und auch heute noch habe ich ziemliche Hemmungen die Bohrmaschine anzusetzen und die „guten Wände“ zu durchlöchern. Aber es hilft ja nichts: wenn einem jedermann ins Schlafzimmer gucken kann, muss man sich eben auch mal überwinden. Hat auch ganz prima funktioniert:

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Anfangs waren die Vorhänge noch an Leisten befestigt, was das Auf- und Zuziehen sehr umständlich gemacht hat. Gerade wenn man jetzt im Sommer abends mal das Fenster groß aufmachte, um wenigstens noch einen Hauch von Durchzug zu bekommen, war das eine ziemliche Plackerei. Wie gut, dass ich zwei Wochen später in meiner mächtigen Schrauben- und Dübel-Kiste noch ein paar Klemmen gefunden habe, mit denen man das ganze weit praktischer gestalten kann.

Als nächstes gammelte hier schon seit Jahren eine TV-Wandaufhängung herum. Der gute Phil wird sich daran erinnern, dass ich sie ihm auch schon mal angepriesen habe, weil ich sie wohl nicht brauchen würde. Damals habe ich noch nicht mal hier gewohnt! Inzwischen habe ich aber gemerkt, dass es gerade im Schlafzimmer ganz gut wäre wenn der Fernseher nicht auf der Kommode stehen würde, sondern weiter oben an der Wand angebracht wäre. Gerade wenn man häufig mit Rückenbeschwerden oder Schmerzen im Nacken zu tun hat, tut man gut daran möglichst nicht allzu „abgeknickt“ zu liegen. Und was soll ich sagen: auch das hat ganz gut funktioniert. Am schwierigsten gestaltete sich wie schon vermutet das richtige Anbringen des Fernsehers auf der Halterung. Minutenlanges Hochhalten und fummelige Friemelei machten das Projekt dann doch zu einer wahren Herausforderung. Aber: sieht soweit schon mal ganz gut aus. Jetzt muss ich mir nur noch was Hübsches für die Verkleidung der Kabel ausdenken.

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Das nächste Projekt war ein Outdoor-Projekt. Auch im Garten mache ich gerade so einiges, was ich mir früher nie hätte vorstellen können, aber dazu kommt ein eigener Artikel. Fakt ist: dadurch, dass Michi zu mir gezogen ist, haben wir jetzt insgesamt 12 Gartenstühle, 2 Gartentische, 4 Fahrräder, einen Rasenmäher und noch so einige andere Dinge, die man gut in einem hübschen Gerätehaus unterbringen könnte. Dumm nur, dass ich sowas noch nicht habe (das wird in naher Zukunft dann vielleicht mein Gesellenstück werden…). Um ein Gerätehaus aufstellen zu können sollte der Garten über eine plane Fläche verfügen. Doch was macht man mit der übrigen Erde? Ganz einfach: man packt alles zusammen, haut es in ein Hochbeet, garniert das ganze mit ordentlich Pflanzerde und hofft, dass man da demnächst eigenes Gemüse ziehen kann.

Am vorletzten Wochenende ging es dann in den Baumarkt zum Holz kaufen. Wie praktisch, dass die Holzbretter genau 3 Meter lang waren und die Pfähle 1,80 Meter lang. So konnten wir alles genau halbieren und kamen so auf unsere Wunsch-Maße von 1,5 x 1,5 bei gut 75 cm Höhe. Der Aufbau gestaltete sich dank meiner schluderigen Vorbereitung etwas umfangreicher. Ich habe gelernt: es bringt nichts wenn man einen Akkuschrauber einfach so in den Flur legt. Davon lädt sich der Akku nicht auf. Man sollte das Teil auch ruhig an eine Steckdose anschließen. Das habe ich leider verpasst, bevor wir in den Baumarkt gefahren sind. Und so konnten wir an dem Tag das Hochbeet nur zur Hälfte aufbauen. Dann ging der Akkuschrauber in die Knie. Die übrigen Schrauben per Hand ins Holz zu bohren hätte böse geendet: entweder wären mir die Hände abgefallen oder ich hätte wimmernd und heulend im Gras gelegen – vermutlich beides.

Am folgenden Tag haben wir das Hochbeet dann aber soweit aufgebaut bekommen. Das Foto hier zeigt nicht das endgültige Ergebnis. Am folgenden Wochenende haben wir das Hochbeet schon mal gut zur Hälfte befüllt und mit einer Lasur versehen, so dass es jetzt weitaus dunkler aussieht.

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Inzwischen ist das Gerätehaus bestellt und wir haben beschlossen, uns da auch selbst dran zu versuchen. Ich bin gespannt ob wir das ebenso meistern wie unsere bisherigen Projekte.

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2 Gedanken zu „Mach es zu Deinem Projekt!

  1. Ja, das kenne ich gut. Habe auch eher zwei linke Hände und bin ungeschickt, was Handerkerdinge angeht, doch seit dem Hausbau hilft ja alles nix: Da wird gebohrt, Wände aufgestemmt, mit der Flex hantiert und und und… irgendwie muss das Zeug ja fertig werden! Vorteil: Ist noch alles relativ im Rohbau (obwohl der Putz inzwischen schon dran ist), so dass es nicht schlimm ist, wenn mal etwas daneben geht.

    Schön auf jeden Fall deine erfolgreichen Projekte zu sehen! Gibt Ideen… 🙂

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